Elektrotechnik

Wir schaffen die sichere elektrische Grundlage für moderne Energie- und Gebäudetechnik. Dazu gehören unter anderem Elektroinstallationen, Zählerschränke, Schutztechnik und Wallboxanschlüsse.

Moderne Elektrotechnik für Energieversorgung und Gebäude

Die Elektroinstallation bildet die technische Grundlage eines Gebäudes. Sie versorgt nicht nur Steckdosen und Beleuchtung, sondern verbindet zunehmend Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wallboxen, Wärmepumpen, Klimaanlagen und intelligente Steuerungssysteme.

Wir planen und realisieren elektrotechnische Lösungen für Wohngebäude, Gewerbebetriebe und landwirtschaftliche Unternehmen. Bestehende Installationen werden geprüft, erweitert oder modernisiert und auf neue Anforderungen vorbereitet.

Die Elektroinstallation als Basis moderner Energiesysteme

Neue elektrische Verbraucher stellen andere Anforderungen an ein Gebäude als klassische Haushaltsgeräte. Eine Wallbox, eine Wärmepumpe oder ein Batteriespeicher kann nicht ohne vorherige Prüfung an eine bestehende Installation angeschlossen werden.

Vor einer Erweiterung werden unter anderem folgende Punkte betrachtet:

  • Zustand der elektrischen Leitungen
  • vorhandene Absicherung
  • Fehlerstromschutz
  • Überspannungsschutz
  • Zählerschrank und Verteiler
  • Hausanschlussleistung
  • verfügbare Leistungsreserven
  • Leitungswege
  • Erdung und Potentialausgleich
  • Platz für zusätzliche Schutz- und Steuerungstechnik
  • Anforderungen des zuständigen Netzbetreibers


Erst auf Grundlage dieser Prüfung lässt sich beurteilen, welche Anpassungen erforderlich sind.

Zählerschränke prüfen und modernisieren

Der Zählerschrank ist die zentrale Schnittstelle zwischen Gebäudeinstallation und öffentlichem Stromnetz. Bei älteren Gebäuden entspricht er häufig nicht mehr den Anforderungen moderner Energieanlagen.

Eine Modernisierung kann erforderlich sein, wenn:

  • zusätzliche Zählerplätze benötigt werden
  • eine Photovoltaikanlage angeschlossen wird
  • ein Batteriespeicher eingebunden werden soll
  • eine Wallbox oder Wärmepumpe installiert wird
  • Schutz- und Kommunikationseinrichtungen fehlen
  • keine ausreichenden Platzreserven vorhanden sind
  • der technische Zustand eine sichere Erweiterung nicht zulässt


Abhängig vom Bestand kann eine Erweiterung ausreichend sein oder ein vollständiger Austausch notwendig werden.

Fragen zum Thema Elektrotechnik?

Sprechen Sie mit uns über Ihr Vorhaben – wir prüfen die technischen Möglichkeiten und zeigen Ihnen die nächsten sinnvollen Schritte auf.

Elektroinstallation für Photovoltaik und Batteriespeicher

Die Photovoltaikmodule erzeugen Gleichstrom, der über einen Wechselrichter in nutzbaren Wechselstrom umgewandelt wird. Für die sichere Einbindung in das Gebäude sind verschiedene elektrotechnische Arbeiten erforderlich.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Leitungsführung vom Dach zum Wechselrichter
  • Anschluss des Wechselrichters
  • Schutz- und Abschalteinrichtungen
  • Überspannungsschutz
  • Einbindung in die Gebäudeverteilung
  • Speicheranschluss
  • Zähler- und Messkonzept
  • Prüfung und Inbetriebnahme
  • Abstimmung mit dem Netzbetreiber
  • technische Dokumentation

Bei bestehenden Anlagen prüfen wir außerdem, ob Leitungen, Steckverbindungen und Schutztechnik weiterverwendet werden können.

Wallboxen und Ladeinfrastruktur

Eine Wallbox ermöglicht das sichere und kontrollierte Laden eines Elektrofahrzeugs. Vor der Installation müssen Anschlussleistung, Leitungsweg, Schutztechnik und Netzanschluss geprüft werden.

Je nach Nutzung können unterschiedliche Lösungen sinnvoll sein:

  • einzelne Wallbox für ein Wohngebäude
  • PV-Überschussladen
  • Wallbox mit dynamischer Leistungssteuerung
  • mehrere Ladepunkte
  • Ladeinfrastruktur für Unternehmen
  • statisches oder dynamisches Lastmanagement
  • Nutzererfassung und Abrechnung
  • Vorbereitung auf bidirektionales Laden

Ein Lastmanagement sorgt dafür, dass die verfügbare Anschlussleistung nicht überschritten wird. Besonders bei mehreren Ladepunkten oder weiteren leistungsstarken Verbrauchern ist diese Steuerung wichtig.

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Elektroinstallation für Wärmepumpen und Klimaanlagen

Wärmepumpen und größere Klimaanlagen benötigen eine fachgerecht dimensionierte Stromversorgung. Dabei müssen Leistung, Absicherung, Leitungsquerschnitt und mögliche Steuerungseinrichtungen berücksichtigt werden.

Auch die gemeinsame Nutzung mit Photovoltaik, Batteriespeicher und Wallbox sollte bereits bei der Planung betrachtet werden. Ein Energiemanagement kann die Verbraucher koordinieren und vorhandenen Solarstrom gezielt einsetzen.

Schutztechnik und elektrische Sicherheit

Moderne Elektroinstallationen benötigen verschiedene Schutzsysteme. Sie dienen dem Schutz von Personen, Leitungen, Geräten und Gebäuden.

Zu den wichtigen Komponenten gehören:

  • Leitungsschutzschalter
  • Fehlerstromschutzschalter
  • Überspannungsschutz
  • Erdung
  • Potentialausgleich
  • Abschalteinrichtungen
  • anlagenspezifische Schutzgeräte


Welche Ausführung erforderlich ist, hängt vom Gebäude und den angeschlossenen Anlagen ab.

Modernisierung bestehender Elektroinstallationen

Ältere Elektroinstallationen können häufig schrittweise modernisiert werden. Ob eine Teilerneuerung ausreichend ist, muss jedoch fachlich geprüft werden.

Hinweise auf Modernisierungsbedarf können sein:

  • häufig auslösende Sicherungen
  • fehlende Fehlerstromschutzschalter
  • beschädigte Leitungen oder Steckdosen
  • sehr wenige Stromkreise
  • überlastete Mehrfachsteckdosen
  • alte Verteilungen
  • fehlender Überspannungsschutz
  • nicht nachvollziehbare Leitungsführung
  • fehlende Dokumentation


Gerade vor einer energetischen Sanierung sollte die Elektroinstallation frühzeitig geprüft werden.

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Elektrotechnik im Neubau und bei Sanierungen

Bei Neubauten und größeren Sanierungen kann die elektrische Infrastruktur frühzeitig auf spätere Anforderungen vorbereitet werden.

Sinnvoll sind unter anderem:

  • ausreichende Stromkreisreserven
  • zusätzliche Leerrohre
  • Platzreserven in Verteilungen
  • Netzwerk- und Datenleitungen
  • Vorbereitung für Photovoltaik und Speicher
  • Leitungen für Wallboxen
  • Anschlussmöglichkeiten für Wärmepumpen
  • Smart-Home- oder Bussysteme
  • zentrale Energiemessung
  • Kommunikationsleitungen für Energiemanagement


Eine vorausschauende Planung reduziert den späteren Umbauaufwand.

Prüfung, Messung und Dokumentation

Nach elektrotechnischen Arbeiten werden die betroffenen Anlagenteile geprüft. Messwerte, Schutzfunktionen und Ausführung werden nachvollziehbar dokumentiert.

Eine gute Dokumentation umfasst unter anderem:

  • Stromlauf- und Verteilerpläne
  • Stromkreiskennzeichnungen
  • Prüfprotokolle
  • Angaben zu Schutzgeräten
  • Anlagendaten
  • Bedienungs- und Herstellerunterlagen
  • Informationen zu späteren Erweiterungsmöglichkeiten

Elektrotechnik als abgestimmtes Gesamtsystem

Unser Anspruch besteht nicht darin, einzelne Komponenten isoliert anzuschließen. Wir betrachten die gesamte elektrische Infrastruktur des Gebäudes.

Dadurch können Photovoltaik, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe und Gebäudetechnik so geplant werden, dass sie sicher und möglichst effizient zusammenarbeiten.

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Fragen & Antworten

Wann sollte eine bestehende Elektroinstallation modernisiert werden?

Eine Modernisierung kann erforderlich sein, wenn Leitungen, Schutzorgane, Verteilungen oder der Zählerschrank nicht mehr den aktuellen technischen Anforderungen entsprechen. Hinweise können häufig auslösende Sicherungen, fehlende Fehlerstromschutzschalter, beschädigte Leitungen oder eine für heutige Verbraucher unzureichende Ausstattung sein. Eine zuverlässige Beurteilung ist nur durch eine fachgerechte Prüfung möglich.

Der Zählerschrank bildet einen zentralen Bestandteil des Netzanschlusses. Für Photovoltaikanlagen, Speicher, Wallboxen und weitere steuerbare Verbraucher können zusätzliche Zählerplätze, Schutzgeräte oder Kommunikationskomponenten erforderlich sein. Ob der vorhandene Schrank weiterverwendet werden kann, hängt von seinem Zustand und den Anschlussbedingungen des zuständigen Netzbetreibers ab.

Dazu gehören unter anderem der Anschluss des Wechselrichters, die Einbindung in die Gebäudeverteilung, Schutz- und Abschalteinrichtungen sowie die Anpassung des Zählerschranks. Hinzu kommen Messungen, Prüfungen und die Inbetriebnahme. Die elektrische Installation muss mit den geltenden Anschlussregeln und Schutzanforderungen übereinstimmen.

Vor der Installation werden die vorhandene Anschlussleistung, der Leitungsweg, der Zählerschrank und die notwendigen Schutzeinrichtungen geprüft. Je nach Leistung muss die Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet oder vorab genehmigt werden. Außerdem kann ein Lastmanagement erforderlich sein, wenn mehrere Wallboxen oder weitere leistungsstarke Verbraucher betrieben werden.

Ein Leitungsschutzschalter schützt Leitungen vor Überlastung und Kurzschluss. Ein Fehlerstromschutzschalter, häufig als FI- oder RCD-Schalter bezeichnet, erkennt Fehlerströme und dient insbesondere dem Schutz von Personen. Beide Einrichtungen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und werden in modernen Installationen miteinander kombiniert.

Ein Überspannungsschutz begrenzt kurzzeitig auftretende hohe Spannungen, die beispielsweise durch Blitzeinwirkungen oder Schaltvorgänge entstehen können. Dadurch sollen elektrische Geräte und Anlagenkomponenten geschützt werden. Die notwendige Ausführung hängt vom Gebäude, der vorhandenen Installation und den angeschlossenen Systemen ab.

Arbeiten an fest installierten elektrischen Anlagen, Verteilungen, Zähleranlagen und Netzanschlüssen gehören grundsätzlich in die Hände entsprechend qualifizierter Elektrofachkräfte. Das gilt insbesondere für Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Wallboxen. Fehlerhafte Arbeiten können zu Stromschlägen, Bränden und Schäden an angeschlossenen Geräten führen.